Die Gebärmutterhöhle ist das „Nest“, in dem sich der Embryo einnisten und entwickeln soll. Jede noch so kleine Veränderung ihrer Form oder ihrer Schleimhaut (Endometrium) kann eine Schwangerschaft erschweren, wiederholte Fehlgeburten begünstigen oder die Erfolgsrate einer assistierten Reproduktionsbehandlung verringern.

Die Hysteroskopie ist eine minimalinvasive Technik, die es uns ermöglicht, mit einer Mikrokamera in das Innere der Gebärmutter zu sehen und – falls erforderlich – Läsionen im selben Eingriff zu behandeln, ohne abdominale Narben und mit schneller Erholung.

Bei IVF Baden-Baden setzen wir sie sowohl zur Diagnostik als auch zur Wiederherstellung der Gebärmutterhöhle vor Behandlungen wie IVF/ICSI, niPGT-A oder endometrialem PRP ein.

Was ist eine Hysteroskopie?

Die Hysteroskopie ist ein gynäkologisches Verfahren, bei dem der Spezialist über die Vagina und den Gebärmutterhals ein sehr dünnes Instrument mit Kamera und Lichtquelle einführt: das Hysteroskop.

Dieses optische System ermöglicht die Darstellung auf einem Monitor von:

  • dem Zervikalkanal

  • der Endometriumhöhle

  • den Tubenostien (Eingänge der Eileiter)

All dies ohne Schnitte, ausschließlich über den vaginalen Zugang.

Die Hysteroskopie ist eine Schlüsseltechnik zur Diagnose und Behandlung von:

  • Endometriumpolypen

  • Submukösen Myomen (intrakavitären Myomen)

  • Adhäsionen (Asherman-Syndrom)

  • Uterinen Fehlbildungen (Septierter Uterus, Subseptum, T-förmiger Uterus usw.)

  • Verdickungen oder Veränderungen des Endometriums

  • Geweberesten nach Fehlgeburten oder früheren Operationen

Arten der Hysteroskopie diagnostisch und operativ

Diagnostische Hysteroskopie

Ihr Ziel ist es, in die Gebärmutter zu blicken und zu verstehen, was dort geschieht:

  • Durchführung in der Sprechstunde oder im Kurzzeit-OP

  • Dauer in der Regel 10–20 Minuten

  • In vielen Fällen ohne Anästhesie oder mit leichter Sedierung bzw. lokaler Betäubung

  • Ermöglicht die Darstellung der Gebärmutterhöhle und gegebenenfalls die Entnahme kleiner Biopsien

Es handelt sich um eine schnelle, minimalinvasive und risikoarme Untersuchung, die besonders geeignet ist zur Abklärung von:

  • Weiblicher Infertilität

  • Implantationsversagen nach IVF

  • Wiederholten Fehlgeburten

  • Abnormalen uterinen Blutungen

Operative Hysteroskopie (minimalinvasive Chirurgie)

Ihr Ziel ist es, in die Gebärmutter zu blicken und zu verstehen, was dort geschieht:

  • Durchführung in der Sprechstunde oder im Kurzzeit-OP

  • Dauer in der Regel 10–20 Minuten

  • In vielen Fällen ohne Anästhesie oder mit leichter Sedierung bzw. lokaler Betäubung

  • Ermöglicht die Darstellung der Gebärmutterhöhle und gegebenenfalls die Entnahme kleiner Biopsien

Es handelt sich um eine schnelle, minimalinvasive und risikoarme Untersuchung, die besonders geeignet ist zur Abklärung von:

  • Weiblicher Infertilität

  • Implantationsversagen nach IVF

  • Wiederholten Fehlgeburten

  • Abnormalen uterinen Blutungen

Wann empfehlen wir eine Hysteroskopie?

Im Kontext von Fertilität und Gynäkologie ist eine Hysteroskopie besonders angezeigt bei:

  • Abnormalen Blutungen:

    • Sehr starke oder unregelmäßige Menstruation

    • Zwischenblutungen

    • Blutungen nach der Menopause

  • Wiederholten Fehlgeburten

  • Verdacht auf einen uterinen Faktor bei Infertilität (z. B. im Ultraschall, HyCoSy/HyFoSy oder Hysterosalpingographie)

  • Wiederholtem Implantationsversagen nach mehreren IVF-Zyklen

  • Verdacht oder sonographischem Nachweis von:

    • Polypen oder submukösen Myomen

    • Septiertem, subseptiertem oder T-förmigem Uterus

    • Adhäsionen (Asherman-Syndrom)

  • Notwendigkeit, ein schwer entfernbares Intrauterinpessar (IUP) zu lokalisieren oder zu entfernen

Die Hysteroskopie wird nicht routinemäßig bei allen Patientinnen durchgeführt, ist jedoch ein wesentliches Instrument, wenn wir „einen Schritt weiter gehen“ und die Gebärmutterhöhle direkt beurteilen möchten, bevor wir die Behandlung fortsetzen.

Vorteile der Hysteroskopie in der assistierten Reproduktion

Bei IVF Baden-Baden ist die Hysteroskopie ein zentraler Bestandteil zur Optimierung der Behandlungsergebnisse:

  • Verbesserung der Bedingungen der Gebärmutterhöhle für:

    • Embryonale Implantation

    • Reduktion wiederholter Fehlgeburten im Zusammenhang mit Septen oder Adhäsionen

  • Ermöglicht die Behandlung von im Ultraschall festgestellten Unregelmäßigkeiten (Polypen, Myome, Adhäsionen usw.)

  • Kann mit weiteren Verfahren kombiniert werden, wie z. B.:

    • Endometrialem Scratching (sanfte Abrasion zur Modulation der Rezeptivität in ausgewählten Fällen)

    • Probenentnahme für spezifische Untersuchungen (Mikrobiom, Histologie, Immunologie)

In Kombination mit Techniken wie ERMap®, ImMap®, MicroBioMap und endometrialem PRP hilft uns die Hysteroskopie, einen ganzheitlichen Ansatz für Endometrium und Implantation zu entwickeln.

Wenn Ihnen eine Hysteroskopie empfohlen wurde oder Sie vermuten, dass sie vor Beginn oder Wiederholung einer Fertilitätsbehandlung notwendig sein könnte, stehen wir Ihnen bei IVF Baden-Baden gerne zur Verfügung, um:

  • Ihre Vorgeschichte und bisherigen Befunde sorgfältig zu prüfen

  • Ihnen in Ruhe zu erläutern, ob eine Hysteroskopie in Ihrem Fall angezeigt ist

  • Gemeinsam mit Ihnen den besten Plan zu entwickeln, um Ihre Gebärmutter optimal vorzubereiten und Ihre Fruchtbarkeit zu schützen

Es geht nicht darum, möglichst viele Untersuchungen durchzuführen, sondern die richtigen – zum richtigen Zeitpunkt.

Die IVF Baden-Baden bietet Ihnen einen persönlichen Expertenservice. Geben Sie uns für Ihre Anfrage ein paar wichtige Eckdaten zu Ihrem Behandlungsverlauf, so können wir uns auf das Gespräch individuell vorbereiten. Natürlich ganz unverbindlich und diskret!