Technologie
KIR- und HLA-C Genotypisierung
ist ein diagnostisches Verfahren zur Bewertung der genetischen Kompatibilität zwischen Mutter und Embryo, das den Verlauf einer Schwangerschaft maßgeblich beeinflussen kann. Das mütterliche Immunsystem (IS) ist darauf programmiert, fremde Antigene zu erkennen und zu eliminieren, um Schutz vor Krankheitserregern zu bieten.
Während der Schwangerschaft steht das Immunsystem der Mutter vor der Herausforderung, den Embryo zu tolerieren, der väterliche – und im Fall einer Eizellspende auch fremde – Antigene präsentiert. Eine Fehlregulation dieses immunologischen Toleranzmechanismus kann zu weiblicher Unfruchtbarkeit, Implantationsversagen oder Fehlgeburten führen.
Die KIR-HLA-C-Genotypisierung analysiert:
- KIR-Genotyp: Die mütterlichen Allele der Killer-Immunoglobulin-ähnlichen Rezeptoren (KIR) werden mittels PCR-SSP auf 16 KIR-Gene untersucht (z. B. 3DL1, 2DS1, 2DL1).
- HLA-C-Genotyp: Die HLA-C-Allele werden mit einer niedrigauflösenden PCR-SSP-Methode analysiert, die 18 verschiedene HLA-C-Allele identifiziert (C01–C18).
Diese Genotypisierung ermöglicht es, das Risiko einer Abstoßung des Embryos durch das mütterliche Immunsystem frühzeitig zu erkennen. Dadurch können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um die immunologische Toleranz zu fördern und die Wahrscheinlichkeit einer problemlosen Schwangerschaft zu erhöhen.
IVF Baden Baden
Keine Schwangerschaft trotz
ausgezeichneter Fruchtbarkeit beider Partner
Auch wenn beide Partner gesund und fruchtbar sind, kann eine Schwangerschaft problematisch sein, wenn eine genetische Inkompatibilität existiert: Die uterinen KIR-Rezeptoren und das HLA-C Gen des Embryos passen nicht zusammen. Es folgt eine Abwehrreaktion, wodurch der Prozess der Einnistung und somit auch die Schwangerschaft beeinträchtigt werden.
Wann sollte ein Genotypisierung in Betracht gezogen werden?
Diese immunologische Unverträglichkeit kann dazu führen, dass eine Schwangerschaft nicht eintritt oder dass es während der Schwangerschaft zu Komplikationen und Abstoßungsreaktionen kommen kann.
en die Ursachen für das Versagen der Implantation sowie für wiederkehrende Fehlgeburten aufdecken. Diese Tests setzen wir ein, wenn embryonale und/oder endometriale Faktoren ausgeschlossen werden konnten.
Der KIR-HLA-C Genotypisierungstest ermöglicht es:
- eine der Ursachen für wiederholte Fehlgeburten und fehlgeschlagene Implantationen zu finden.
- die optimale Anzahl der zu transferierenden Embryonen festzulegen.
- potentiellen Komplikationen während der Schwangerschaft vorzubeugen.
IVF Baden Baden
Ablauf der
KIR- und HLA-C Genotypisierung in der
IVF Baden-Baden
Der Experten der IVF Baden-Baden untersuchen, ob die KIR-Rezeptoren der Gebärmutterschleimhaut und das HLA-C auf der Oberfläche des Embryos kompatibel sind. Dieser genetische Test wird anhand der DNA des Paares durchgeführt, hierfür ist jeweils eine Blutprobe der beiden Personen erforderlich. Diese Probe wird an unser Labor gegeben, wo das genetische Material extrahiert und genotypisiert wird. Sobald die Testergebnisse vorliegen, können wir eine Diagnose erstellen und eine anschließende Behandlung für das Paar empfehlen.
Wenn die Unvereinbarkeit der Kombination von mütterlicher KIR und HLA-C
des zukünftigen Embryos auftritt, gibt es mehrere mögliche Optionen:
- Eine der möglichen Maßnahmen kann der Transfer eines einzelnen Embryos sein. Dadurch wird vermieden, dass die Mutter einer doppelten Belastung mit inkompatiblem HLA-C ausgesetzt wird.
- Als zusätzliche Maßnahme kann der werdenden Mutter eine immunmodulierende Behandlung verschrieben werden.
